Wie die DDR die BRD kolonisiert hat

Veröffentlicht: 24. März 2009 in Lesetipp
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„Gut gehen soll es nur noch der Gemeinschaft, die in der DDR Kollektiv hieß, diesem grauen, amorphen Konstrukt, das von der Obrigkeit besonders einfach gesteuert werden kann. Wer er selbst ist und bleiben will, wer in einer Partei, einem Verlag, einer Bank eine eigene Idee entwickeln und verfolgen will, wer nicht jeden Tag mit den Kollegen zum Mittagessen geht, wer in seinen Leitartikeln grundsätzlich die Welt der anderen in Frage stellt, wer nicht für das Sparen von Energie, für Urlaub in Thailand und für die deutsche Fußball-, Handball- und Eishockeymannschaft ist, gehört nicht dazu, der steht außerhalb, der wird nicht angehört, der bekommt Depressionen oder Fernweh.“

Maxim Biller is back, und er hat nichts von seiner Bissigkeit verloren. Mit Schaum vorm Mund wettert er gegen die alte DDR-Mentalität, die sich nach der Vereinigung auf die alte BRD ausgeweitet hätte. Auch wenn er mit seinen Beispielen öfter danebenliegt und wie früher in seiner TEMPO-Kolumne mit unhaltbaren Pauschalisierungen nur so um sich wirft: Ich mag diese Zorniger-Alter-Mann-Attitüde. Und was den neuen Nationalismus, Obrigkeits- und Vereinheitlichungswahn angeht, hat er sicher im Wesentlichen Recht.

(via)

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Kommentare
  1. klaus maier sagt:

    bescheuert: alles ddr zu privatisieren , wie ackerland wald seen etc. beispiel ein see: kaufte einer billig von der treuhand. jetzt macht gemeinde da schwimmbad: schon muß sie dafür jährlich 50 000 und mehr jährlich pacht zahlen ??!!

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