Job Coachs und das schreibende Prekariat: Zwei Lesetipps zur Medienkrise

Veröffentlicht: 16. Oktober 2009 in Journalismus, Lesetipp, Online
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„Vor zwanzig Jahren gab es in Deutschland dreißig Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs. Inzwischen sind es drei Millionen weniger. Und wer heute als Journalist arbeitet, bekommt leicht den Eindruck, dass allein zwei Millionen davon in der Medienbranche weggefallen sind.“

Meike Winnemuth gehört (wenn das nicht gefaket ist) zu den Journalistinnen, die von der Medienkrise betroffen sind – und machte gleich eine lesenswerte Story aus der Frage, wie man sich beruflich anders orientieren kann, wenn das Geld Verdienen mit dem bisherigen Job nicht mehr richtig klappt. Heraus kam ein amüsanter Selbstversuch mit Job Coachs und anderen fragwürdigen Berufsorientierungs-Helfern für das SZ-Magazin.

Und Georg Seeßlen zweifelt den Erfolg des long tail im Internet an und sieht in einem diskussionswürdigen „Freitag“-Essay eher die Gefahr, dass die elektronische Vermarktung von Texten die Tendenz zur (Selbst-)Ausbeutung des Großteils der schreibenden Zunft verstärkt:

„Die Zeitung muss leben, und sie lebt, wenn man eine oder zwei interessante Stimmen hat und den Rest der Autoren lediglich behandelt – es gibt genügend Leute, die den Job umsonst machen.“

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