Deutschland sucht den Superhorst

Veröffentlicht: 1. Juni 2010 in Politik
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Irgendwie entwickelt sich unser Land immer mehr zur Bananenrepublik. Jetzt werfen schon Staatsoberhäupter ihr Amt einfach hin, weil die anderen Kinder im Sandkasten sie mit Sand beworfen haben. „Die waren böse zu mir und haben mich total falsch verstanden, ich spiel da nicht mehr mit, bäh!“ Dabei gibt es bezüglich Köhlers merkwürdig direkter Äußerung zu Afghanistan nur zwei Möglichkeiten: Entweder er hat das wirklich ganz anders gemeint, war aber nicht in der Lage, seine Position so zu formulieren, dass man sie nicht genau entgegengesetzt versteht – oder er hat das genau so gemeint, wie er es gesagt hat, und damit ein Kriegsziel formuliert, das in keiner Weise mit dem Grundgesetz vereinbar ist. In beiden Fällen hat er sich als völlig ungeeignet für das Amt des Bundespräsidenten erwiesen und somit hat er unserem Land mit seinem Rücktritt tatsächlich endlich den Dienst erwiesen, von dem er dauernd geschwafelt hat.

Erstaunlich ist nur, dass er nicht etwa zurücktritt, weil er seinen politischen Fehler einsieht, der eigentlich untragbar war, sondern weil die bösen Medien und die noch bösere Opposition es gewagt haben, ihn für seine verfassungsfeindlichen Äußerungen zu kritisieren. Einen höheren Grad an Realitätsverlust habe ich noch bei keinem Spitzenpolitiker gesehen. Kaum ist der eine Grußhorst weg, werden schon die nächsten Horrorkandidaten ins Spiel gebracht: Schäuble, Rüttgers, Koch. Warum nimmt man nicht gleich Karsten Speck oder Wolfgang Lippert? Die sind auch vorbestraft, sehen aber wenigstens besser aus als Roland Koch. Kachelmann ist ja leider Schweizer, der braucht doch bestimmt jetzt auch ’nen neuen Job.

Mein Vorschlag: Deutschland sollte dem Commonwealth beitreten, damit wir uns diese lächerlichen Grußhorst-Wahlen ersparen können und die Queen als Staatsoberhaupt bekommen.

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Kommentare
  1. sternengleoter sagt:

    Richtig.

    Der Kandidat wurde von Angela Bohlen in Deutschlad sucht den Superpräsidenten ausgewählt. Was von ihm bleiben wird ist ein laues Lüftchen und einen Platz der Ruhmeshalle der Bohlen Sprößlinge. In ein paar Jahren werden wir beim Googlen und Horst K- den Barden Guildo Horn finden. Wir haben in lieb.

    Der Abgang ähnelt dem Torward von Hannover. Statt dem ICE ein paar klickende Kameras. Ein Abschiedspiel wirds nicht geben.

    Der Präsident dessen Name mir jetzt schon nicht mehr einfällt hatte keine Afganistan Äußerunggemacht. Nein es ging um freie Handelswege für Deutschland. Freie Wege – wenn nötig mit der Bundeswehr. Eine gesperrte GasPipeLine in Polen? Eine blockierte Autobahn in Österreich? Die freien Wegen hatten wir schon Mal kurz bekommen.

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