Archiv für November, 2010

Ich muss zugeben, ich bin ein gnadenloser Fan des Terminator-Franchises. (Nicht bedingungslos, denn T4 fand ich unter aller Kanone, aber wenn die Story einigermaßen stimmt, bin ich dabei.) T1 und T2 gehören mit zu meinen absoluten Lieblings-Actionfilmen, T3 fand ich zumindest noch ganz nett, wenn auch enttäuschend gegenüber den Vorgängern, und ja, mir hat auch die TV-Serie insgesamt sehr gut gefallen.

Der Pilotfilm hatte ja echt Kinoqualität; der Rest der ersten Staffel war zwar etwas durchwachsen, hatte aber auch einige sehr starke Folgen. Nach 1 1/2 Jahren habe ich mir in den letzten Wochen mal die zweite Staffel angesehen, die es bei uns ja leider nicht ins Free-TV geschafft hat. Ich versteh sie echt nicht, die deutschen Zuschauer. So ein Müll wie „Stargate“ läuft zehn Mal die Woche, und das jahrelang, und gut gemachte SF-Serien finden eigentlich – mit Ausnahme von „Star Trek“ – fast nie ein genügend großes Publikum für die Privatsender. Die zweite Staffel T:SCC bietet jedenfalls überwiegend gute Unterhaltung mit Niveau und einigen echten Ausreißern nach oben.

Zwar gibt es, da die Staffel diesmal 22 statt nur neun Folgen umfasste, einige Füllepisoden. Aber auch genügend Zeit, um die Psychologie zwischen den Figuren tiefer auszuloten. Insbesondere die recht creepig wirkende Beziehung zwischen dem jugendlichen John Connor und der ihn beschützenden Cyborgin Cameron sorgt immer wieder für knisternde Atmosphäre. Auch was es bedeutet, praktisch kein normales Leben führen zu können, weil man von Kindheit an im Untergrund und auf der Flucht leben muss, spielt in der Serie eine größere Rolle als in den Filmen. Als John dann ein gleichaltiges Mädchen kennenlernt, entwickelt sich eine Art unheimliche Dreiecksbeziehung zwischen den beiden und der Terminatrix.

Woran die Serie etwas krankt, ist, dass der Sender FOX und die Autoren sich offensichtlich nie so recht einig waren, in welche Richtung sie gehen sollte. So gibt es zwar einen übergreifenden Story-Arc, der aber gerne mal für ein oder zwei Folgen völlig vergessen wird, um einen neuen Terminator der Woche auftauchen zu lassen. Auch scheinen manche Folgen nicht in der richtigen Reihenfolge ausgestrahlt worden zu sein, wenn eine Szene plötzlich zwei Wochen später nahtlos fortgesetzt wird. Die größte vertane Chance ist aber, dass man die mit Abstand interessanteste Storyidee im Sande versickern lässt. Nämlich die, dass Cameron nach einem menschlichen Vorbild gestaltet wurde und offensichtlich eine Art menschliche Programmierung hat.

Insbesondere durch Parallelhandlungen, die in der postapokalyptischen Zukunft angesiedelt sind, gewinnen manche Folgen aber an zusätzlicher Spannung. Dadurch, dass die Terminatoren immer klüger und immer menschlicher werden, erinnert die Grundproblematik immer stärker an die Zylonen in BSG. Tricktechnisch ist es erstaunlich, was da inzwischen in TV-Serien an Effekten aufgefahren wird. In jeder Folge gibt es mindestens ein oder zwei aufwändige Actionszenen, abgesehen von einigen Folgen, die wahre Action- und SFX-Feuerwerke abbrennen. Wenn man sich dagegen noch mal den 1984er Ur-„Terminator“ anguckt, der ganz ohne CGI auskommt, und wo der Terminator in manchen Szenen offensichtlich noch per Stop Motion animiert wurde, ist das schon ein gewaltiger Sprung.

Schauspielerisch gefallen mir alle Hauptfiguren sehr gut, sowohl Lena Headley, die mir schon in „300“ gefiel, als auch Thomas Dekker, der als John Connor wesentlich überzeugender ist als Nick Stahl in T3 oder Christian „Ich brauche nur einen Gesichtsausdruck“ Bale in T4. Highlight ist aber Summer Glau, die es schafft, als weiblicher Terminator gleichzeitig sexy und bedrohlich zu wirken. Irgendwie ist die Frau ja auf so psychopathische Rollen abonniert, in „Firefly“ bzw. „Serenity“ ist sie ja eine Art menschliche Killermaschine. Nicht so überzeugend fand ich die meisten wiederkehrenden Nebenfiguren. Dieser FBI-Agent geht mir meistens auf die Nerven mit seiner stoischen Gelassenheit. Garbage-Sängerin Shirley Manson als formwandelnde eiskalte Terminatorin zu besetzen, ist zwar ein netter Casting-Coup, aber auf die Dauer ist sie auch ein wenig anstrengend.

Das Ende der letzten Folge schafft übrigens das Kunststück, einerseits eine Art – sehr spannenden – Cliffhanger zu liefern, andererseits aber auch als Serienende durchgehen zu können. Also, ich würde zwar gerne sehen, wie es weitergeht, kann das aber auch als Abschluss akzeptieren. Im Vergleich zu diesen sinnlosen Kinofilmen, die Regisseur McG da fabriziert, ist die Serie jedenfalls die deutlich interessantere und wesentlich besser gemachte Fortsetzung des Terminator-Mythos. In einer perfekten Welt würde McG Kabel tragen und die „Sarah Connor Chronicles“ den Sprung auf die Leinwand schaffen. So hoffe ich wenigstens darauf, dass die Serie noch mal einen schönen Direct-to-DVD-Film als Abschluss bekommt, wenn die Fans das laut genug fordern.

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Dass Dominik Grafs Serie jetzt bei der Ausstrahlung im Ersten gefloppt ist, war ja so vorhersehbar wie nur irgendwas. Und trotzdem brechen wieder die alten Diskussionen aus, wer eigentlich schuld ist: die ARD, das tumbe Publikum oder doch die Filmemacher selbst. Meine Meinung dazu: Jedes Programm hat die Zuschauer, die es verdient. Oder: die, es sich herangezogen hat. Barbara Schweizerhof zieht in ihrem Artikel im „Freitag“  das richtige Fazit, dass es an falschen bzw. nicht vorhandenen Programmplätzen und mangelnder Ausdauer der Sender liegt. Wenn sie damit auch ihrer eigenen Argumentation ein paar Absätze vorher widerspricht, dass man der ARD keinen Vorwurf daraus machen könne, auf niedrige Quoten zu reagieren (indem sie die letzte Folge eine Woche früher als geplant zu nachtschlafender Stunde versendete).

Den Fehler, den ARD und ZDF immer wieder machen, ist zu denken, wenn sie schon mal eine anspruchsvolle Serie produziert haben, diese dann auf den Programmplätzen zu senden, an dem sonst eher Durchschnittskost läuft. So lief IADV dann freitagabends, wo sonst „Tatort“-Wiederholungen gesendet werden. Genauso machte es das ZDF mit KDD am Freitag, dem einfachen Gedanken folgend: Ist doch auch ’ne Krimiserie, dann werden das die Leute, die da sonst SOKO Leipzig gucken, das schon auch sehen wollen. Das ist natürlich Quatsch, denn die Leute, die sonst nur Krimis à la SOKO, „Der Alte“ und „Tatort“ gucken, können mit der komplexeren Erzählweise und der experimentelleren Inszenierung von Serien wie KDD oder IADV meist nichts anfangen.

Man muss sich doch nur mal einen durchschnittlichen „Tatort“ angucken. Klar, gibt es da ab und an mal eine gelungene Folge, aber meistens ist das doch eher filmische Hausmannskost, die halt niemanden verschrecken soll, der kleinste gemeinsame Nenner. Altbackener und konventioneller als die Folge gestern Abend kann man ja z.B. einen Krimi gar nicht mehr inszenieren. Und dann kommt Graf mit seinen erzählerischen Spiralen, seinen undeutlichen Tonspuren und seinen surrealistischen Bildelementen und man wundert sich, dass das den „Tatort“-gewohnten ARD-Zuschauer überfordert.

Die eigentliche Zielgruppe dieser Serien wären die (eher jüngeren, eher gebildeteren) Leute, die sich auch „The Wire“ und „Die Sopranos“ angucken. Nur, die erreicht man mit ARD und ZDF schon gar nicht mehr, weil da an 95 % der Abende sowieso nichts Interessantes läuft. Und wieso sollten die freitags was Gutes erwarten, wenn da sonst nur SOKO und „Der Alte“ läuft? Wenn überhaupt haben die die Serie dann schon längst bei arte gesehen (so wie ich) oder warten auf die DVD. Da aber nur die nackte Quote zählt (warum eigentlich, wo doch abends eh keine Werbung laufen darf?), und nicht zusammen gerechnet wird, gelten zwei Millionen Zuschauer in der ARD bei IADV dann eben als Flop.

Die Lösung wäre, tatsächlich langfristig Programmplätze für anspruchsvollere Formate aufzubauen. Also nicht: Alles, was irgendwie Krimi ist, wird freitagabends versendet, sondern: Alles, was anspruchsvoller ist als die Durchschnittskost, wird z.B. mittwochabends gesendet. Und zwar konsequent eine Serie nach der anderen, auch wenn die Quote dann halt schlechter ist als am Freitag. Das müsste sich ein gebührenfinanzierter Sender leisten können. Dann spricht sich vielleicht nach ein paar Monaten (oder Jahren) rum: Ey, mittwochabends um Viertel vor Elf laufen im Ersten immer gute Serien. Und dann schalten da vielleicht auch mal mehr Leute ein.

Das Problem: Selbst, wenn die Sender das machen wollten, hätten sie ja gar keine freien Programmplätze mehr dafür. Denn die Programme von ARD und ZDF sind mittlerweile so durchformatiert, dass es ja schon Probleme macht, wenn plötzlich eine politische Talkshow mehr in der Woche gesendet werden soll. Weil halt an bestimmten Konventionen nicht mehr gerüttelt werden darf: montags muss eben „In aller Freundschaft“ kommen, freitags die Krimis usw. So muss dann die eine anspruchsvolle Serie, die man im Jahr mal hat, auf Teufel komm raus, auf den Krimiplatz gequetscht werden. Eine absurde Programmpolitik. Dass dabei überhaupt ab und zu mal eine halbwegs anspruchsvolle, halbwegs erfolgreiche Serie rauskommt wie aktuell „Weissensee“, ist im Grunde ein Wunder.

Bücherfragebogen (III)

Veröffentlicht: 14. November 2010 in Bücher

21. Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Während der Schulzeit war eigentlich keins so richtig blöd, aber da eine Hochschule ja irgendwo auch eine Art Schule ist (und meine hieß damals ja sogar noch Gesamthochschule, was eh die meisten mit Gesamtschule verwechselt haben): Thomas Mann: „Die Buddenbrooks“. Selten so was langweiliges gelesen: allein das erste Kapitel, in dem über 50 Seiten die Weihnachtsfeier einer Familie in allen Einzelheiten geschildert wird, einschließlich des kompletten Textes der gesungenen Weihnachtslieder, verleidet einem schon jegliche Lust, weiter zu lesen. Muss auch gestehen, dass ich’s, obwohl ich eine Prüfung dazu schreiben musste, nicht ganz bis zum Ende geschafft hab.

22. Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat

Knapper Sieger ist hier „Schattenlichter“ (s. Teil I) mit 888 Seiten vor „Kavalier & Klay“ und zwei Romanen von Günter Grass („Ein weites Feld“ und „Die Blechtrommel“). Kurioserweise habe ich, als ich „Schattenlichter“ neulich nochmal gekauft habe, um es einem Freund zu schenken, festgestellt, dass es in der neuen Auflage noch dicker ist, obwohl es exakt genauso viele Seiten hat wie die alte Auflage. Denkt mal drüber nach, wie das möglich ist!

23. Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Cees Nooteboom: „Mokusei! een liefdesverhaal“ in der niederländischen Taschenbuchversion (61 Seiten + eine Seite japanische wordenlist). War das erste Buch, an das ich mich in Niederländisch ran getraut habe, damals während meines Auslandssemesters. Später habe ich dann noch ein paar dickere gelesen, zuletzt in einem Anfall von Größenwahn Harry Mulischs „Die Entdeckung des Himmels“.

24. Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast

Schwierig, bei Filmen oder TV-Serien würd mir da eher was einfallen. Wenn ich ein wenig mogele, würd ich sagen: Jürgen Trimborn: „Rudi Carell“. Diese Biografie habe ich aber gar nicht zuende, sondern nur angelesen. Und das auch nur deshalb, weil ich’s kostenlos bei einer Praktikumsstelle mitnehmen konnte.

25. Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt

„Die Netzflickerin“ (s. Teil I) oder wie der trefferende Originaltitel lautet: „De nakomer“ (Der Nachkömmling). Hauptsächlich wegen eines Satzes, den ich grad aber nicht wiederfinde, der Selbsterkenntnis des gealterten Apothekers Roemer Simon Minderhout, dass er nicht so jovial und zugänglich ist wie sein Vater es war, sondern eher verschlossen.

Bücherfragebogen (II)

Veröffentlicht: 11. November 2010 in Bücher
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11. Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Gibt’s keins.

12. Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast

Ein Roman, von dem mir eine Freundin erzählt hat und von dem ich weder vorher noch nachher irgendwas gehört hab: Theodore Roszak: „Schattenlichter“. Das klang allerdings thematisch so interessant, dass ich mir den unbedingt holen musste. Ein ziemlich dicker Wälzer über einen Filmstudenten, der immer tiefer in ein Geheimnis ungeheuren Ausmaßes verstrickt wird, das nicht nur die gesamte Filmgeschichte revidiert, sondern im Grunde die gesamte Geschichte. Fängt wie ein völlig abgedrehter Film à la „Wonder Boys“ an, mit skurriler Situationskomik, wird dann immer mehr zum Thriller, um als relativ sensationsheischende Verschwörungsgeschichte à la Dan Brown zu enden. Zumindest stelle ich mir den so vor, nicht dass ich mal was von ihm gelesen hätte.

Das Ende war mir etwas zu effekthascherisch, auch ziemlich vorhersehbar, aber über zwei Drittel war der Roman wirklich sehr fesselnd und unterhaltsam. Kann ich auf jeden Fall jedem empfehlen, der sich für Filme begeistert. Und Orson Welles kommt auch drin vor.

13. Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst

Ist jetzt nicht besonders originell, aber „Per Anhalter durch die Galaxis“ war schon sehr witzig. Sonst lese ich eigentlich selten Bücher, die lustig sein sollen (noch weniger als ich mir Filme angucke, die man als Komödien bezeichnen könnte). Bei Comics finde ich fast alles von Trondheim sehr lustig, am lustigsten vielleicht seinen neuen „Die erstaunlichen Abenteuer ohne Herrn Hase“-Band „Endkrass“.

14. Ein Buch aus deiner Kindheit

Außer dass ich „Die drei ???“ und „TKKG“ gesammelt hab (und zeitweise auch „Hanni und Nanni“, man musste sich ja schließlich frühzeitig über die „andere Seite“ informieren), habe ich damals so ziemlich alles aus der Bücherei nach Hause getragen, was die so hergab. Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind mir „Die Mumins“ von Tove Janson. Einen der Romane habe ich mir vor ein paar Jahren auch noch mal als Taschenbuch gekauft. Die Bücher (und die Comics) kann man im Gegensatz zu den diversen TV-Serien auch als Erwachsener noch goutieren, da man dann ganz andere Sachen darin erkennt als Kinder.

15. Das 4. Buch in deinem Regal von links

Kommt natürlich auf das Regal an. Also hier z.B.: Wim Wenders: „Emotion Pictures. Essays und Filmkritiken“. Eine Sammlung seiner frühen Filmkritiken, die er, bevor er selbst Regisseur wurde, für verschiedene Zeitschriften geschrieben hat, hauptsächlich für die legendäre „Filmkritik“. Habe ich in einem Amsterdamer Antiquariat entdeckt, als ich das erste Mal in der Stadt war. Das Schöne an dem Buch ist, dass Wenders genauso schreibt wie er Filme dreht (manche halten das jetzt wahrscheinlich für einen Grund, das Buch nicht zu lesen): persönlich, reflektierend, immer den großen Kontext suchend. So kann es schon mal passieren, dass er in einer Filmkritik erst mal eine Seite lang Chandler zitiert oder über irgendwelche LPs schreibt, die ihn damals beschäftigt haben, bevor er zu dem eigentlichen Film kommt.

Interessant ist an solchen Sammlungen älterer Filmkritiken natürlich auch immer zu sehen, wie Filme, die heute als große Klassiker gelten, zur Entstehungszeit bewertet wurden. So hielt etwa Wenders‘ Kollege Hans C. Blumenberg Star Wars schon 1977 für den Untergang des Kinos. Wenders war schon in den 70ern von „Easy Rider“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ begeistert (von ersterem u.a. deshalb, weil der Film seine Lebenssituation und die seiner Bekannten adäquat spiegele, er würde auch jemanden kennen, der wegen nichts im Knast gesessen hatte).

Interessant ist rückblickend auch, was Wenders zum Zustand der deutschen Filmkritik und des deutschen Films zu sagen hatte (die Texte stammen aus den frühen 70ern, also noch vor dem Aufkommen des Neuen Deutschen Films). Oder zur Filmindustrie. Ein Text trägt den Titel „Verachten, was verkauft wird“ und beschreibt desillusionierend Wenders‘ Eindrücke aus einem Job bei einer Verleihfirma. Dann finden sich in dem Buch auch wiederholt schöne Sätze wie „Kino ist mehr als die Industrie, die Filme produziert“. Und den Artikeltitel „Ein Genre, das es nicht gibt“ hab ich auch schon mal für einen eigenen Text geklaut, allerdings über ein anderes Genre.

16. Das 9. Buch in deinem Regal von rechts

Paul Auster: „Smoke & Blue in the Face. Zwei Filme“. Ist genau das drin, was draufsteht, nämlich die beiden Drehbücher. Bzw. beim zweiten Film das Transkript, weil die da gar kein Drehbuch hatten, sondern fröhlich improvisierten. Hab ich mal zum Geburtstag geschenkt bekommen.

17. Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen

Robert McLiam Wilson: „Eureka Street, Belfast“, noch so ein Roman, von dem ich nie was gehört hätte, wenn es mir nicht ein Freund zum Geburtstag geschenkt hätte. War gut, aber ich kann mich nicht mehr an viel erinnern.

18. Das Buch mit dem schönsten Cover, das du besitzt

Keine Ahnung, ich kauf hauptsächlich Taschenbücher, die meistens keine besonders schönen Cover haben (abgesehen davon, dass ich das alte Design der Suhrkamp-Taschenbücher generell sehr schön finde, aber die haben ja das Sakrileg begangen, das nach 50 Jahren zu ändern, die Schweine). Comicalben hingegen haben meistens schöne Cover, da will ich mich nicht auf ein bestimmtes festlegen.

19. Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest

„Krieg und Frieden“. Nachdem ich dieses Jahr endlich mal „Anna Karenina“ gelesen habe, das ich wahrscheinlich schon fast genauso lange lesen wollte, und auch ziemlich gut fand, schaffe ich es vielleicht doch noch in diesem Leben, mich an „Krieg und Frieden“ ran zu wagen.

20. Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Max Frisch: „Homo faber“ (war übrigens dank meiner Deutschlehrerin auch mein erstes Suhrkamp-Taschenbuch). Knapp gefolgt von dem anderen großen Schweizer: Friedrich Dürrenmatt: „Der Verdacht“.

Legion der Super-Haustiere

Veröffentlicht: 8. November 2010 in Bücher, Film
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Zum 75. Geburtstag von DC Comics hat der Taschen Verlag ein unglaublich großes und unglaublich teures Buch über deren Verlagsgeschichte rausgebracht. So etwas nennt man wohl Coffe Table Book. Wobei ich mich frage, wer einen so großen Couchtisch hat und wer so viel Platz im Buchregal. Jedenfalls hab ich das Ding neulich mal durchgeblättert und da gibt es schon viele witzige Sachen zu entdecken. Innerlich gelacht habe ich z.B. bei einem Szenenfoto aus dem ersten Batman-Serial, das damals noch als Vorfilm-Serie fürs Kino produziert wurde. Wer dachte, Adam West und Burt Ward (hieß der so?) hätten in der 60er-Jahre-TV-Serie bescheurte Batman- und Robin-Kostüme getragen, sollte sich mal die Kostüme dieser Kinoserie angucken. Am skurrilsten fand ich aber, dass in den 60ern auch diverse Tiere die gleichen Superkräfte bekamen wie Superman: Von Krypto, dem Superhund, hatte ich ja schon mal gehört, aber es gab wohl auch noch ein Superpferd, eine Superkatze, einen Superaffen und dann auch noch eine Superkuh oder so was in der Art. Zusammen bildeten diese – haltet euch fest – die „Legion of the Superpets“. Buahaha. Also, wenn sich die Verantwortlichen bei DC weiterhin fragen, wie sie dem Erfolg der Marvel-Verfilmungen endlich mal etwas Adäquates entgegensetzen können, hier wäre die einschlagende Idee! Es gab übrigens auch mal ein Bat-Baby, aber das möchte ich jetzt wirklich in gnädiges Schweigen hüllen.