Lesetipp: Ein Abgesang auf die Frankfurter Rundschau

Veröffentlicht: 15. April 2011 in Lesetipp, Print
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„Überhaupt, das Rauchen und Trinken! Der ältere Kollege, nachdem er den ganzen Tag leidenschaftlich telefoniert (und geraucht) hatte oder mit der Schreibmaschine Briefe zusammengehackt, öffnete abends seinen Schrank, wo eine Selektion von Rotweinflaschen mehr über seine Einstellung zum Leben und Arbeiten aussagte, als es die heutigen aseptischen, mit Energiesparlicht abgetöteten Arbeitsplätze im Großraumbüro vermögen.“

Der Nachruf der ehemaligen FR-Redakteurin Ina Hartwig auf diese Zeitung im „Freitag“ ist eine herrlich melancholische Erinnerung an Zeiten geworden, von denen man sich gar nicht mehr vorstellen kann, dass es in Redaktionen wirklich mal so zuging. Rohrpost, Rauchen, Rotwein – und das alles noch 1997? Ich war eindeutig neun Jahre zu spät Praktikant bei der FR.

Ach ja, und R.I.P., liebe FR.

Kommentare
  1. Helmut Hesse sagt:

    Ich habe die FR vor allem von den 70ern bis in die 90er Jahre fegelmäßig und mit Genuß gelesen, gerade deren Feuilleton und die oft poientierten Leitartikel (unvergessen so manches deftige Wort von Karl Gerold!). Später, vor allem seit ihrer Formathalbierung, habe ich sie mir nur noch selten gekauft und war irgendwann zur „Süddeutschen“ gewechselt, die mehr bietet, aber dafür in ihrer Kommentierung oft hinter der FR zurücksteht.
    Klasse waren auch die Musikrezensionen von Thomas Rothschild in den 70ern, ach und vieles andere mehr. Die a l t e FR fehlt jetzt schon und nach dem nun Bevorstehenden wird die Presselandschaft noch ärmer aussehen.

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