The Times they’re a-changin‘: Leone im Spiegel zeitgenössischer Filmkritik

Veröffentlicht: 10. Juni 2011 in Film, Print
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Wolfram Schütte 1969 in „film“ über „Spiel mir das Lied vom Tod“:

„… ein auf den kapitalistischen Weltmarkt ausgerichtetes Herrenmenschen-Epos, das alles ausbeutet, was es für dieses Genre noch auzubeuten gibt, um es doch noch einen Schritt weiterzubringen, wiewohl hier aller Fortschritt auf der Stelle tritt…Ausgebeutet soll aber dadurch auch ein Publikum werden, dem die Kombination bekannter Namen mit einem ihm hinlänglich bekannten Genre eine erhöhte Dosis Opium annonciert, an dessen Verbrauch es ja ausgiebig gewöhnt worden ist.“

Wim Wenders war zur gleichen Zeit in der „filmkritik“ , die auch als links galt, wesentlich gnädiger, um nicht zu sagen begeistert. Zum Glück schafft sich die Filmgeschichte im Laufe der Zeit ihre eigenen Klassiker, ohne dass die zeitgenössische Filmkritik darauf einen Einfluss hätte.

(In der „Comixene“ von 1981 wird „Das Imperium schlägt zurück“ noch als „verkappter Kriegsfilm“ bezeichnet. Heute kann man angesichts dessen, was an Gewaltdarstellung inzwischen üblich ist, darüber nur noch lachen.)

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