Mit ‘Prenzlauer Berg’ getaggte Beiträge

Das SZ-Magazin und die Kinder vom Prenzlauer Berg

Veröffentlicht: 22. Oktober 2010 in Print
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In der Blogosphäre wird öfter mal darüber geklagt, wie belanglos und schlecht doch die (einstigen) Vorzeigebeilagen von Süddeutscher und „Zeit“ geworden seien: die Magazine. Nur noch versteckte PR für Mode und andere Luxusprodukte, kaum noch gesellschaftliche Relevanz. Ich konnte das noch nie so recht nachvollziehen, denn wenn mir ein SZ- oder Zeit-Magazin in die Hände fiel – wegen ersterem habe ich mir ja sogar bis vor etwa 1 1/2 Jahren fast jeden Freitag die SZ gekauft-, war es meistens recht bis sehr interessant.

Heute habe ich nach längerer Pause nun zum zweiten Mal in 14 Tagen eine Freitags-SZ gekauft und beide Male war ich vom Magazin begeistert. Ich weiß nicht, ob das eine Konzeptänderung ist oder nur Zufall (früher waren die Magazine eigentlich nur in der Vorweihnachtszeit dicker als sonst, wegen dem höheren Anzeigenvolumen): die Magazine sind wesentlich dicker als früher und voller interessanter Themen. Als Beispiel verlinke ich hier mal eine aufschlussreiche Gegenüberstellung der Lebenswelten zweier 9-jähriger Mädchen, die in zwei benachbarten und doch sehr unterschiedlichen Berliner Bezirken aufwachsen: im Prenzlauer Berg und im Wedding. Und wer danach immer noch meint, das SZ-Magazin sei gesellschaftlich irrelevant, hat wohl schon lange keines mehr in der Hand gehabt.

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Die Macchiato-Mütter vom Prenzelberg (II)

Veröffentlicht: 29. August 2010 in Lesetipp
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Seit der Wende sind achtzig Prozent der ursprünglichen Bewohner aus dem Prenzlauer Berg weggezogen. Statt ihrer sind vor allem jene gekommen, die der kleinstädtischen Enge ihrer Eltern entfliehen wollten. Sie haben in den Neunzigern noch ein bisschen Party gemacht und was mit Medien. Unterwegs ist ihnen, und zwar meist den Frauen, irgendwie der Studienabschluss aus dem Blick geraten, erst recht, als die Kinder kamen. Dann haben sie halt das gemacht.

Die taz scheint mit ihrer Reportage über die alleinerziehenden Mütter im Prenzlauer Berg eine lebendige Debatte losgetreten zu haben und schlachtet das Thema jetzt ein bisschen aus, in dem sie jede Woche einen thematisch ähnlichen Artikel veröffentlicht. Ganz interessant und witzig geschrieben ein Kommentar zu den nur für ihre Kinder lebenden Eltern und ihre verzogenen Elitekinder. Und nach Bionade-Bohème gibt es jetzt also ein neues Wort für Prenzlauer Berg-BewohnerInnen: Macchiato-Mütter.