Mit ‘epd’ getaggte Beiträge

… könnte man in Abwandlung des alten Nina Hagen-Songs bald sagen, wenn man mit Hilfe der Augmented Reality-Technik nicht nur Orte und Sehenswürdigkeiten durchleuchten können wird, sondern auch fremde Menschen auf der Straße. Einen kurzen Überblick über aktuelle und zukünftige Anwendungen, Risiken und Nebenwirkungen findet ihr in meinem neuesten epd-Artikel.

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Reporter mit Tusche und Feder

Veröffentlicht: 1. März 2010 in Aus der Praxis
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Und noch ein epd-Artikel von mir, diesmal über mein zweites Lieblings-Themengebiet, den Comic. Nachdem diverse Lokalzeitungen aus dem Südwesten der Republik ihn leider stark gekürzt haben, könnt ihr ihn bei evangelisch.de in der „Originalfassung“ lesen. (Bei Zeitungs- bzw. Agenturartikeln sollte man eigentlich auch nach „Director’s Cut“, „Studiofassung“ und geschnittenen Versionen unterscheiden. Vielleicht würde einem als Verfasser dann auch niemand vorwerfen, man hätte irgendwo ohne Quellenangabe abgeschrieben, weil in einer veröffentlichten Version sämtliche Hinweise auf Zitatquellen weggekürzt sind.)

Kleine Kinos in der Krise

Veröffentlicht: 23. Februar 2010 in Aus der Praxis, Film
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Vorletzte Woche habe ich zum Thema „Zukunft der Programmkinos und kleinen Kinos in Deutschland“ recherchiert. Da passte es als Aufhänger/Fallbeispiel ganz „gut“, dass ein traditionsreiches kommunales Kino hier in der Nähe, das Duisburger Filmforum, gerade akut vom Rotstift der Stadtverwaltung bedroht ist. Wenn das schließen müsste, gäbe es in der 500.000+-Einwohner-Stadt tatsächlich kein Kino außer dem Blockbuster-Abspielhaus UCI mehr. Wir hier in Düsseldorf sind ja zum Glück noch in der komfortablen Lage, dass alle Programmkinos den Multiplex-Boom überlebt haben. Und dank voller Stadtkassen konnte sogar das hiesige Filmmuseum das angeschlossene Kino wieder selbst übernehmen. In Nachbarstädten wie Wuppertal oder eben Duisburg sieht es hingegen wirklich düster aus, was Orte für Filmkunst angeht. Den fertigen Artikel lest ihr u.a. hier.

Da es mein letzter epd-Artikel über die Entwicklung, die US-Fernsehserien in den vergangenen zehn Jahren genommen haben, bisher nicht ins Internet geschafft hat, stell ich ihn hier mal in der Ursprungsfassung ein. Aufgrund der vorgegebenen Länge musste ich leider etwas an der Oberfläche bleiben und mich hauptsächlich auf drei interessante Serien beschränken: „Carnivàle“, „The West Wing“ und „Mad Men“.

Wer sich ausführlicher über „Mad Men“ informieren will, dem sei das Dossier in der aktuellen „Cargo“-Ausgabe empfohlen. Die Analyse von Bert Rebhandl ist das Beste, was ich bisher über diese viel besprochene Serie gelesen habe, dazu kommt dann u.a. noch ein Artikel über den feministischen Sachbuchklassiker „The Feminine Mystique“ von 1963, der als eine Art Inspirationsquelle für die Serie gelten kann. Die Autorin Betty Friedan beschrieb darin das damals noch vorherrschende Rollenmodell für Frauen als Hausfrauen und Mütter als „Ursache für ein weit verbreitetes Gefühl von Leere und Haltlosigkeit, ja sogar für Depression und Suizid“ (Catherine Davies in „Cargo“).

Hier nun aber mein Artikel:

Mit Tony Soprano fing fast alles an. 1999 startete der US-Bezahlsender Home Box Office (HBO) die Fernsehserie „The Sopranos“ um den von James Gandolfini gespielten Boss eines Mafia-Clans in New Jersey, die gleich in mehrfacher Hinsicht neue Maßstäbe setzte. Als reiner Abosender fiel HBO nicht unter die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörde FCC, weswegen drastische Sprache und Sexszenen kein Problem darstellten. Zum anderen brach das gemächliche Tempo der Folgen radikal mit bis dahin im Fernsehen üblichen Erzählweisen.

Mit Serien wie den „Sopranos“ haben US-Pay TV-Sender wie HBO oder Showtime das Erzählen im Fernsehen revolutioniert. Die Zeiten, in denen Serien aus abgeschlossenen Folgen bestanden und die Ereignisse der vorangegangenen schon eine Woche später keine Rolle für die Charaktere mehr spielten, sind weitgehend vorbei. Längst sind viele US-amerikanische Serien komplexer als jeder noch so anspruchsvolle Kinofilm. Statt über zwei Stunden erstrecken sich einzelne Handlungsstränge über eine oder mehrere Staffeln. So ergeben sich epische Geschichten, die fast schon an die großen Romane von Tolstoi oder Dostojewskij erinnern.

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Passend zur Novemberstimmung

Veröffentlicht: 2. November 2009 in Aus der Praxis, Online
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Sehe gerade, dass noch andere Agenturen außer dem epd auf die Idee gekommen sind, zu Allerheiligen was zum Thema „Trauern im Internet“ zu machen. Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, was mit eurem Facebook-Profil passiert, wenn ihr morgen unters Auto kommt, findet ihr u.a. hier meinen Artikel, der sich auch mit Gedenkportalen im Netz beschäftigt.

Auf die BILD ist Verlass

Veröffentlicht: 15. September 2009 in Aus der Praxis, Online, Print
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Neulich habe ich für den epd einen Artikel geschrieben, der zwei meiner Lieblingsthemen kombinierte: Comics und Internet. Es ging also um Webcomics und u.a. stelle ich darin zwei deutschsprachige Zeichner vor, die ihre Comics im Internet veröffentlichen. Der Artikel erschien dann u.a. beim Hamburger Abendblatt Online und muss von irgendeinem Mitarbeiter der Saarbrücker Regionalausgabe der BILD gelesen worden sein. Da einer der interviewten Zeichner aus Saarbrücken kommt, nämlich Erik, der den sehr umfangreichen Webcomic „Deae ex machina“ publiziert, dachte sich der Mensch wohl, das wäre doch auch was für die BILD Saarbrücken. Also brachte diese am Wochenende einen Artikel über Erik und seinen Fantasy-Comic. Und was wählte BILD als Überschrift? „Vollbusige Heldinnen retten die Welt“! Ja, manche Klischees werden doch immer wieder bestätigt. Die Überschrift hätte ich beim epd natürlich nicht durch bekommen.